FONDARA
Klaus F. Linscheid
Klaus F. Linscheid

Status realisiert, Fassadenwettbewerb 2006 (1. Preis)  Planungszeit 2007  Bauzeit 2007-2008  Ansichtsfläche 5.800 m² 
Bauherr FONDARA Gesellschaft für Immobilienentwicklung und Projektmanagement mbH, München

mira Fassade, München.  Für mira, ein neues Einkaufszentrum mit Parkhaus, entwickelte léonwohlhage ein Fassadenkonzept als Ergebnis eines Wettbewerbsgewinnes von 2006. Das Einkaufszentrum stand zunächst mit einem großen, unstrukturierten Volumen in einem Entwicklungsgebiet im Norden der Stadt. Die farbige Außenfassade erfüllt zwei Ansprüche: Sie schafft eine unverwechselbare, imageprägende Identität für mira und wirkt darüber hinaus als Hintergrund für die benachbarte Wohnbebauung. Farbfelder gliedern die große Fassadenfläche und geben Fußgängern einen angenehmeren Größenbezug. Hauptsächlich blicken die Menschen jedoch aus dem Auto auf die vielfarbige Vorhangfassade, die sich an drei Seiten um das Gebäude legt. Das große Einkaufszentrum liegt an einer großen, vielbefahrenen Straße.
Durch die prismatische Faltung des farbig lackierten und zum Teil polierten Aluminiumblechs hat jedes Feld zwei Farben. Die Fassade wirkt im Vorbeifahren wie ein Vexierbild, je nach Blickwinkel und Bewegungsrichtung des Betrachters verändert sich die Erscheinung. In der Bewegung liegt die Kraft der Idee. Für den Passanten beginnt erst im Vorbeikommen das Spiel der Fassade mit der eigenen Wahrnehmung. Die Farbfelder wechseln sich mit spiegelnden Feldern ab, die den Himmel und die Stadt reflektieren – sie lassen eine eigene Dynamik und Tiefe entstehen. Aus diesem reliefartigen Bild treten die weißen Gebäudeteile, eine Putzfassade mit Schaufenstern, als Kontrast hervor und rahmen den neuen Platz vor dem Haupteingang.

mira Fassade, München, 2008

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Status abgeschlossen, Wettbewerb 2002 (1. Preis)  BGF 35.000 m²  LPH 1-4  Auftraggeber IKEA Verwaltungs-GmbH

IKEA Flagshipstore, Berlin.  Ein IKEA-Kaufhaus braucht nicht neu erfunden zu werden, schließlich kann fast jeder Möbelkonsument dessen innere Organisation aus dem Gedächtnis repetieren, ebenso wie die Erscheinung nach außen, eben blau und gelb. Und doch forderte dieser Standort in Berlin-Lichtenberg, direkt an einer wichtigen Magistrale der Stadt, mehr als das gewohnte Bild, nur unter der Voraussetzung, dass die Mittel auch ins Bild passen.
So haben wir ein Element hinzuaddiert und ein schon bekanntes neuinterpretiert. Die zweihundert Meter lange Fassade zur Straße erhält eine vorgestellte Mega-Glasvitrine, so als würde der IKEA-Katalog fortan nicht mehr geschlossen versandt, sonder aufgeschlagen. Die Rückseite dieser Vitrine ist die blaue Box mit eingeschnittenen Öffnungen und ausgeklappten Balkonen. Hier wird nach außen gezeigt, was sonst nur im Verborgenen geschieht, nämlich Wohnen.
Das andere Element ist gelb, und wer IKEA kennt weiß, dass alles Gelbe als Signal für den Eingang gilt. Das gelbe Gebilde ist aber mehr als ein Eingang, es fasst wie eine Maschine alle sich bewegenden Teile zusammen, die Rolltreppen, die Laufbänder, die Aufzüge und zeigt diese Bewegung nach außen. Das Ergebnis ist eine sich bewegende Skulptur, wie ein Motor. Sie sammelt überdies die besonderen Orte der Kommunikation, das Restaurant, den Kindergarten, die Snackbar, den Schwedenshop. Die gelbe Skulptur steht als Teil für das Ganze: ein von Menschen bewegter Dynamo.

IKEA Flagshipstore, Berlin, 2004

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