Status realisiert, Wettbewerb 1996 (1. Preis) Planungszeit 1996-1998 Bauzeit 1998-1999 BGF 4.900 m² LPH 1-9
Bauherr Bremer Investitionsgesellschaft GmbH Tragwerksplanung Pichler Ingenieure GmbH, Berlin Haustechnik Zibell, Willner & Partner, Berlin Freiraumplanung TDB Landschaftsarchitektur, Berlin
Auszeichnungen Bundesdeutscher Architekturpreis Putz, 2002, Anerkennung, Dt. Stuckgewerbeverband
Landesvertretung der Freien Hansestadt Bremen, Berlin. Die Landesvertretung der Freien Hansestadt Bremen liegt am Südrand des Diplomatenviertels im Tiergarten. Aus dem Spannungsfeld von offener, aber dichter Villenstruktur und geschlossener Berliner Blockrandbebauung entstand die städtebaulich-architektonische Konzeption für den Neubau der Landesvertretung: ein Ensemble aus zwei Gebäuden mit unterschiedlicher Kubatur und Höhe. Das Gästehaus lotet die maximale Berliner Bauhöhe aus und bietet einen Endpunkt für die geschlossene Blockrandbebauung entlang des Landwehrkanals. Bis der Blockrand bebaut war, erschien das Gästehaus als freistehender Turm. Damit bildet das Gästehaus den Auftakt zur freistehenden Bremer Landesvertretung und zu der daran anschließenden Reihe weiterer Botschaften. Beide Gebäude sind scharfkantige, kräftig rot lasierte Putzbauten mit rhythmisch angeordneten Fensteröffnungen und tiefen Einschnitten.
In der Landesvertretung sind das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss ein gemeinsames, fließendes Raumkontinuum: Der Weg durch das Haus führt in offener Abfolge vom erhöhten Eingangsplateau an der Straße bis in den rückwärtigen großen Garten. Im Blickpunkt vom Eingang, über das Foyer und den Veranstaltungssaal hinaus, steht die jahrhundertealte Eiche in der Tiefe des Gartens. Die Landesvertretung Bremen bietet mit sparsamen Mitteln großzügige, repräsentative Räume für eine angemessene Vertretung des Landes in der Hauptstadt Berlin.